EPH-Verfahren | Elektrophosphatfällung

Biomontan :: Elektrophosphatfaellung

Warum EPH?

Ein immer größer werdendes ökologisches und ökonomisches Bewusstsein der Anlagenbetreiber erfordert die Bereitstellung und Entwicklung umweltfreundlicher und kostensparender Behandlungsmethoden. Das EPH-Verfahren bietet eine klare Alternative.

Sinn und Ziel der Methode ist einerseits die Reduktion von Fällmitteln und andererseits ein nachhaltiger Umgang mit dem kostbarsten Gut der nächsten Generation: Unserem Wasser...

 

Gegenüberstellung EPH-Verfahren vs. Bio-P-Fällung

Bio-P-Fällung

Elektrophosphatfällung

Anstieg ISV im Belebungsbecken
Durch wesentliche Unterschiede zum Bio-P-Verfahren können diese spezifischen Probleme vermieden werden:
Bildung von Fadenbakterien
Salzbildung (Kalzium- bzw. Magnesiumnitratbildung) an den Elektroden erfolgt durch die pH-Verschiebung
Erhöhung der Orthophosphat-Rücklösung im Faulturm von 30-40 auf 300-500 mg/l
Schwer lösliches MAP lagert sich in der Belebtschlammflocke ein, folglich besserer Schlammindex
Bläschlamm und Schwimmschlamm in den Belebungsbecken und Schaumbildung im Faulturm als Folge erhöhten Fadenbakterienwachstums
Gezielte MAP-Fällung findet bereits im Belebungsbecken statt, die problematische Verstopfung der Rohrleitungssysteme zu und von den Faultürmen durch Kristallablagerungen wird somit verhindert
Reduktion des Faulturmnutzvolumens durch Pegelsenkung als Folge übermäßiger Schaumbildung
Verbesserte Schlammentwässerung gegenüber Bio-P-Fällung
Unkontrollierte MAP-Fällung, zT als Ablagerungen in den Rohrleitungen
Geringere Ammoniumrückbelastung
Verschlechterung der Entwässerung um 2-5 Prozentpunkte
Konstruktion der EPH-Geräte erlaubt sowohl gleichgepolten als auch wechselpoligen Betrieb
Steigender Polymerbedarf
Höhere Schlammentsorgungskosten
Erhöhter Personalaufwand durch instabilen Anlagenbetrieb

 

 

Chemischer Ablauf des EPH-Verfahrens

Grundgedanke: Das im Wasser vorhandene Magnesium und Kalizium wird durch pH-Wert-Verschiebung und Aufbau eines Ionengitters mit dem rückgelösten Phosphat zu dem in der Abwasserbehandlung bekannten schwer löslichen MAP, bzw. Kalzium-Ammonium-Phosphat. Dieses Salz fällt aus und wird mit dem Überschussschlamm ausgetragen.

pH-Wert-Verschiebung und Aufbau eines Ionengitters werden durch Anschluss einer od. mehrerer Elektrodenpaare erreicht, die über ein Steuergerät (EPH) mit einer Gleichspannung von 24V gespeist werden. Als Elektroden dienen schwarze Stahlrohre von DN50 - DN 90. Die Stromaufnahme liegt zwischen 10-20 A bei 400V, je nach vorhandener Leitfähigkeit.

Aufgrund gleicher Ladungswertigkeit erfolgt bei Kalzium- u. Magnesiumionen der gleiche chemische Prozess. Restliches noch gelöstes Phosphat wird in der anschließenden Nitrifikation im Belebungsbecken wieder in die Biomasse aufgenommen und im Folgezyklus zu Salz umgewandelt.

Das EPH-Verfahren kann bei optimalen Bedingungen eine Phosphatreduktion von bis zu 98% erreichen! Das Einsparungspotential an Fällmittel liegt bei 30-85%, das Potential der Schlammreduktion bei 10-40%.

Sie haben Fragen zum EPH-Verfahren? Unser Kundendienst berät Sie gerne!